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Update: 26.02.2011

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Das Herz hat seine eigenen Gründe, die der Verstand nicht begreift.
(
Blaise Pascal)
und so entstand unser Katzenhaus...

Hunde • Katzen

 
Animal-Hording
(Infos zum Animal Hording unter www.tierschutzbund.de/animal_hoarding.html

Am 11.05.2010 bekamen wir einen Anruf von Frau Meissner aus Hameln. Sie suchte für ca. einen Monat Unterkunft für ca. 20 Katzen. Ihre Tochter wurde ihr vom Jugendamt weggenommen, sie habe die Auflage bekommen, die Katzenanzahl zu reduzieren, nach dem Kontrollbesuch des Jugendamtes wollte sie die Katzen bei uns in Diesdorf wieder abholen. Am 16.05.2010 terminierten wir mit Frau Meissner den 19.05.2010 zur Abholung von 14 Katzen.
Wir haben nicht wirklich Erfahrung mit Katzen und holten uns Unterstützung. Am 19.05.2010, 13.00 Uhr, betraten wir das Haus von Frau Meissner. Wir wurden zuerst in eine sehr kleine Küche geführt (ca. 12 qm). Unter der Küchenbank lag in einem kleinen Körbchen eine Katze mit drei Katzenbabys, die laut Aussage von Frau M. drei Tage alt waren, in diesem Korb lagen zusätzlich noch zwei weitere erwachsene Tiere (verschnupft und vertränt). In dieser Küche befanden sich ca. 13, 14 Katzen zzgl. der Babys. Es gab zwei Schälchen mit angerührtem Instant-Kartoffelbrei sowie ein Katzenklo mit Sägespänen.
Auf dem Weg zum sogenannten Krankenzimmer entdeckte wir  noch einen Türkisch-Angora-Kater, den Frau M. als ihren Deckkater bezeichnete, die dazugehörige Deck-Katze befände sich in einem anderen Raum.


Das sogenannte Krankenzimmer war ein Ort des Elends!!!
Ca. 30+ Katzen befanden sich hier, einen Teil davon konnten wir mit Erlaubnis von Frau M. fotografieren. Die Katzen waren apathisch, verschnupft, die Augen entzündet, husteten und waren sehr abgemagert. Auf dem Bild haben wir eine Markierung angebracht. Sie sehen dort ein schwarzes Katzenbaby, das Maul weit aufgerissen, der Kopf zuckte immer nach hinten weg. Unsere telefonische Nachfrage nach dem Kätzchen am 26.05.2010 ergab, dass es jetzt gestorben sei (eine Woche Todeskampf!), einen Tierarzt habe sie nicht gebraucht, da sie wusste, dass das Kätzchen sterben würde, sie kennt sich aus und weiß am besten, wie ihre Tiere behandelt werden müssen.
Im dritten Raum, den wir betraten, befanden sich ca. 20 Katzen. Es gab zwei Katzenklos, die mit Papier ausgelegt waren. Wir hätten gerne von den kranken Katzen welche mitgenommen, damit sie endlich tierärztlich behandelt werden können, das wurde uns aber ausdrücklich untersagt. Letztendlich bekamen wir nur 12 Katzen aus diesem Raum mit. Diese sind zwar auch alle krank, aber noch nicht lebensbedrohlich.
Nach der Herkunft der Katzen befragt, sagte sie, dass sie die Katzen aus einer Scheune, wo sie sich angesiedelt hätten, "rettet". Das ihre Tiere alle krank sind, begründete sie damit, dass in dieser Scheune mit Gift gearbeitet würde, die Tiere wären alle durch das Gift geschädigt, da könnte man nichts mehr machen. Die Katzen würden alle mit Medikamenten versorgt. Die dementsprechenden Mengen von Medikamenten konnte sie uns nicht zeigen! Es befanden sich auch Inzuchtkatzen im Haus von Frau Meissner. Danach befragt, sagte sie, die wären alle aus der Scheune.
Unsere dringende Frage: Wer kennt diese Scheune? Jeder Hinweis wird vertraulich behandelt! Wir vermuten dort ein "Außenlager" vom Schlimmsten.
Unsere Frage, wie sie die anderen Katzen einer Kontrolle entziehen will, beantwortete sie dahingehend, dass sie noch andere Stellen hat, bei denen sie die Katzen verstecken kann.

In nur vier Tagen "stampften" wir unser Katzenhaus aus dem Boden. Das alte Offizierskasino musste entkernt werden, eine Katzenschleuse wurde gebaut, Strom und Wasser verlegt...
Die 12 Katzen, die wir in unsere Obhut genommen haben, waren, bis auf einen Kater, alle nicht kastriert, 2 Katzen waren gedeckt, alle Katzen hatten hochgradig Ohrmilben, ein Kater hatte einen unbehandelten alten Abszess und Dermatitis im Halsbereich, er musste chirurgisch behandelt werden. Alle Katzen mussten mit Antibiotika versorgt werden.

Mit tierärztlicher Grundversorgung, ordentlichem und ausreichendem Essen, ausreichend Katzentoiletten haben sich unsere "Messi-(Animal-Hording)-Katzen" fantastisch entwickelt. Alle lassen sich mittlerweile anfassen, selbst der kleine Kampfkater Mogwy....

Wir haben am 26.5.2010 Anzeige beim Veterinäramt Hameln gestellt, sind jedoch kläglich gescheitert, es wurden nur Auflagen erstellt, Kontrollbesuche nach vorheriger Anmeldung... wir erhalten keine Auskunft mehr, man beruft sich dort auf den Datenschutz.
- Das Leid dieser Tiere geht weiter!
Unsere Hilferufe an große Vereine und Verbände verhallten ungehört...
Die örtliche Presse will nichts veröffentlichen...
All unsere Aktivitäten scheitern an dem Statement des zuständigen Hamelner Veterinäramtstierarztes Dr. Bolten: "Man werde die Tierhaltung immer wieder überprüfen"
... das hatte er zwei Wochen vor unserem Besuch auch getan, die Katzen starben jämmerlich! (siehe oben)

Wir hoffen, dass diese Zeilen wieder etwas bewegen. Es geht um die Tiere!